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BuckelwalGemeinsam mit den mexikanischen Behörden arbeitete Sea Shepherd unermüdlich an der Rettung eines Meeressäugers, der sich in einem illegalen Stellnetz verfangen hatte.

San Felipe, Mexiko, 24. Februar 2020 – Am Morgen des 21. Februar wurde Sea Shepherd auf einen Wal aufmerksam gemacht, der sich innerhalb des Golftümmler-Schutzgebiets im Oberen Golf von Kalifornien in lebensbedrohlicher Lage befand.

Es handelte sich um einen Buckelwal, der sich hilflos in einem illegalen Totoaba-Stellnetz verfangen hatte. Diese Netze sind für den Rückgang des Golftümmlers (auch Vaquita genannt) verantwortlich. Das Netz war mehrere hundert Meter lang und war eng um Kopf, Rumpf und Schwanz des Tieres gewickelt, was seine Bewegungsfähigkeit beeinträchtigte. Das lebende, aber erschöpfte Tier hatte zahlreiche Verletzungen an Brustflosse und Schwanz erlitten und war aufgrund der Belastung des Stellnetzes nicht mehr in der Lage zu tauchen. Der Wal benötigte sofortige Hilfe.

Buckelwal in Netz gefangen
Sea Shepherd schickte zwei schnelle Patrouillenboote, die SHARPIE und die FARLEY MOWAT, zum Einsatzort, um die Rettungsbemühungen zu unterstützen, die vom mexikanischen Marineministerium (SEMAR) mit Unterstützung der Nationalen Kommission für Naturschutzgebiete (CONANP), der Umweltschutzbehörde (PROFEPA) und der Bundespolizei koordiniert wurden. Drei Marineschiffe waren ebenfalls vor Ort, um bei der Rettung zu helfen.

Buckelwal wird von Netz befreit

Die Sea-Shepherd-Crew ließ ein Schlauchboot zu Wasser und ergriff in Zusammenarbeit mit den mexikanischen Beamten Maßnahmen zur Befreiung des Wals. Sie entfernten vorsichtig das illegale Netz, das die Bewegung des Tieres einschränkte.

Die Rettungsaktion dauerte mehrere Stunden und zog sich bis zum Sonnenuntergang hin. Gegen 18:00 Uhr war das Netz vom Kopf und Rumpf des Tieres entfernt worden, der Wal konnte tief tauchen und war nicht mehr zu sehen. Zum Zeitpunkt der letzten Sichtung waren noch Reste des Stellnetzes um den Schwanz des Tieres gewickelt, was sein langfristiges Überleben gefährden könnte. Die mexikanischen Behörden haben Wissenschaftler und Gemeinden in der Region auf die Notlage des Wals aufmerksam gemacht, so dass die Rettungsbemühungen wieder aufgenommen werden können, falls der Wal wieder auftaucht und weitere Hilfe benötigt.

Buckelwal wird von Netz befreit
"Heute haben wir wieder aus erster Hand erfahren, wie grausam Stellnetze tatsächlich sein können“, sagte Jacqueline Le Duc, Kapitänin der SHARPIE. "Diese Netze sind absolute Killer und Sea Shepherds Anwesenheit hier im Oberen Golf von Kalifornien war noch nie so wichtig wie heute.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sea Shepherd in diesem Gebiet auf einen im Stellnetz gefangenen Wal gestoßen ist. Bereits im Februar 2016 rettete die MARTIN SHEEN einen Buckelwal, der sich in einem solchen Netz im Golftümmler-Schutzgebiet verfangen hatte. Im März 2017 entdeckte die SAM SIMON einen toten Brydewal, der in einem Totoaba-Stellnetz gefangen war.

Sea Shepherd Crew

Das Golftümmler-Schutzgebiet gehört zum UNESCO-Welterbe. Das Fischen mit Stellnetzen ist dort verboten. Das Verheddern des Buckelwals fand innerhalb der "kritischen Zone" des Golftümmler-Schutzgebiet statt. Dieses Gebiet hat für Wissenschaftler, Naturschützer und die mexikanischen Behörden höchste Priorität, da hier vor kurzem mehrere lebende Golftümmler gesichtet wurden. Es ist dasselbe Gebiet, in dem Wilderer Anfang des Monats das Feuer auf ein Sea-Shepherd- Schiff eröffneten und in dem Sea Shepherd im vergangenen März einen toten Golftümmler entdeckte, der in einem Stellnetz gefangen war.

Buckelwal

Sea Shepherd hat in den vergangenen sechs Jahren mit den mexikanischen Behörden zusammengearbeitet und illegale Stellnetze entfernt, die das Überleben der Golftümmler und aller Meeresbewohner in diesem Gebiet bedrohen. Bis heute wurden mehr als 1.000 illegale Fanggeräte aus dem Golftümmler-Schutzgebiet entfernt und damit direkt das Leben von über 4.000 Tieren gerettet, darunter 137 vom Aussterben bedrohte Tiere.

Sea Shepherd Crew




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