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Die Sam SimonMittwoch, 15. Juli 2020: Nach einer dreimonatigen Quarantäne, die wir freiwillig eingeführt haben, um zu helfen, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, sind die SAM SIMON und die BOB BARKER wieder im Einsatz. Beide Schiffe sind bereits ausgelaufen, um sich auf Patrouille in den Gewässern vor Afrika zu begeben. Sea Shepherd nimmt somit die Partnerschaften mit den Regierungen wieder auf, um weiter gegen illegale Fischerei vorzugehen, die im Rahmen der weltweiten Pandemie zugenommen haben soll.

Während Angaben darauf hindeuten, dass die weltweite Fischereiaktivität um 10% zurückgegangen ist, seit die Weltgesundheitsorganisation (WHO) COVID-19 zur Pandemie erklärt hat, steigen Bedenken, dass die Aussetzung der Fischereibeobachtungsprogramme und die Reduzierung von Seepatrouillen zu einem Anstieg der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) geführt haben.


Die Besatzung der SAM SIMON verabschiedet sich von der BOB BARKER, als sie den Hafen verläßt. Foto Tara Lambourne/Sea Shepherd

Auf Anraten von Sea Shepherds medizinischen Beirat hat Sea Shepherd Global am 30. März beschlossen, dass die BOB BARKER, SAM SIMON und die OCEAN WARRIOR im Hafen in freiwillige Quarantäne gehen. Diese Maßnahme diente der Sicherheit unserer Besatzungen, war aber auch ein Akt der Solidarität mit den medizinischen Fachkräften, um die Corona-Kurve abzuflachen und die Belastung der medizinischen Dienste zu verringern. Die Zeit im Hafen wurde sinnvoll genutzt, um wichtige Wartungsarbeiten durchzuführen. Gleichzeitig wurden Maßnahmen und Abläufe erstellt, um Besatzungen und Regierungspartner zu schützen, damit die Patrouillen gegen IUU-Fischerei wieder sicher aufgenommen werden können.

Schlauchboote der SAM SIMON. Foto Flavio Gasperini /Sea Shepherd

Das Ablegen der BOB BARKER und der SAM SIMON kennzeichnen den Abschluss einer Riesenanstrengung der Sea-Shepherd-Kapitäne, Besatzungen, Mitarbeiter, Spender und Unterstützer von Sea Shepherd, zwei Schiffe für Anti-Wilderer-Patrouillen vorzubereiten. Und dies trotz zahlreicher logistischer Herausforderungen, die z.B. durch Lockdowns und Reisebeschränkungen entstanden sind. Während die Zielorte beider Schiffe zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt gegeben werden können, ist die Wiederaufnahme der Patrouillen eine willkommene Nachricht für Wildtiere, Meeresschutzgebiete und Kleinfischer, deren Lebensgrundlage durch industrielle Fischerei bedroht ist.

Captain Alistair Allan auf der Brücke der SAM SIMON. Foto Tara Lambourne/Sea Shepherd

„Während die Länder weiterhin gegen die Verbreitung von COVID-19 kämpfen, hat Sea Shepherd Berichte über verstärkte Fischereiaktivitäten in den Gewässern von Ländern erhalten, mit denen wir Partnerschaften im Kampf gegen IUU-Fischerei pflegen. COVID-19 hat auf See eine Lücke vor Strafverfolgung geschaffen, bei deren Schließung Sea Shepherd unseren Regierungspartnern jetzt helfen kann. Und dies dank der harten Arbeit unserer Kapitäne und Besatzungen – und natürlich der Großzügigkeit unserer Spender, die Sea Shepherd auch in diesen schwierigen Zeiten weiterhin unterstützen“.

Captain Peter Hammarstedt, Kampagnenleiter von Sea Shepherd

„Da diese neue Realität und die neue Situation den Menschen die Augen für die Notwendigkeit des Naturschutzes öffnet, ist die leidenschaftliche Crew von Sea Shepherd entschlossener denn je, die IUU-Fischerei zu bekämpfen. Gemeinsam mit unseren Regierungspartnern werden wir dem illegalen Fischfang und den gierigen Betreibern, die für die fortgesetzte Zerstörung unserer natürlichen Welt verantwortlich sind, einen Riegel vorschieben“, sagte Captain Alex Cornelissen, Geschäftsführer von Sea Shepherd Global.

Delfine vor dem Schiffsbug. Foto Michael Rauch/Sea Shepherd

Seit 2016 ist Sea Shepherd Partnerschaften mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Tansania, Benin, Gambia und Namibia eingegangen, um gegen IUU-Fischerei vorzugehen. Sea Shepherd stellt den afrikanischen Küstenstaaten dabei zivile Hochseepatrouillenboote inkl. Besatzung zur Verfügung, damit die Behörden die Fischereivorschriften und die Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern überwachen und durchsetzen können. Bisher haben diese einzigartigen Partnerschaften zur Festsetzung von 52 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereiverbrechen geführt.






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