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Mittwoch, 9. Dezember 2020: Erneut haben Strafverfolgungsbeamte Gambias, die an Bord des Sea-Shepherd-Schiffs SAM SIMON stationiert sind, zwei Schleppnetzschiffe festgesetzt. Nur knapp einen Monat zuvor wurden bereits vier Fangschiffe aufgrund einer Reihe diverser Vergehen aus dem Verkehr gezogen, die vom Fischen innerhalb eines Schutzgebiets bis zum Einsatz von Fangnetzen mit falscher Maschenweite reichten.



Das Fangschiff JURONG YU 9. Foto: Pilar Malo/Sea Shepherd

Die unter chinesischer Flagge fahrende JURONG YU 9 wurde aufgegriffen, nachdem Fischereiinspektoren unterschiedliche Schiffskennungen an Bug und Heck entdeckt hatten. Die Kennung am Bug war außerdem so verblasst, dass sie aus der Entfernung kaum zu lesen war. Erschwerend kam hinzu, dass das Fischereiprotokoll Unregelmäßigkeiten aufwies.

Sea Shepherd und Strafverfolgungsbeamte Gambias nähern sich der JURONG YU 9. Foto: Pilar Malo/Sea Shepherd


Drei Tage später wurde das Fangschiff COYAH, ein 47,25 Meter langes Schleppnetzschiff unter der Flagge Guinea/Conakry, weniger als 12 Seemeilen vor der Küste Gambias entdeckt. Aufgrund der Größe der COYAH lag somit ein Verstoß gegen die Fischereigenehmigung vor. Nachdem das Schiff geentert wurde, gab der Kapitän der COYAH zu, unerlaubterweise aktiv innerhalb der Schutzzone gefischt zu haben.

Unzureichende Schiffskennungen können die Identität eines Schiffes verschleiern und den Inspektoren die Identifizierung erschweren. Das ist, als wäre man im Straßenverkehr mit gefälschten Kennzeichen unterwegs
Mar Casariego, Kapitänin der SAM SIMON
Fisch an Deck der JURONG YU 9. Foto: Pilar Malo/Sea Shepherd


Die JURONG YU 9 und die COYAH wurden beide zum Hafen von Banjul eskortiert und festgesetzt. Beide Schiffe tragen nun zur sechsten Festsetzung während der jüngsten Patrouillen bei, die im Rahmen von OPERATION GAMBIAN COASTAL DEFENSE durchgeführt wurden. OPERATION GAMBIAN COASTAL DEFENSE ist eine Partnerschaft zwischen Sea Shepherd und der Regierung Gambias unter der Aufsicht des gambischen Ministers für Fischerei und Wasserressourcen, James Furmos Peter Gomez. Seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2019 wurden bisher bereits 22 Schiffe festgesetzt.

Strafverfolgungsbeamte auf der Brücke bei der Überprüfung von Dokumenten. Foto: Pilar Malo/Sea Shepherd


Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd auch mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Tansania, Namibia und Benin zusammen, um die Fischereikriminalität zu bekämpfen. Den afrikanischen Küsten- und Inselstaaten werden zivile Hochseepatrouillenboote zur Verfügung gestellt, mit denen die Behörden Fischereivorschriften und Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen können. Bisher haben die einzigartigen Partnerschaften zur Festsetzung von 60 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereikriminalität geführt.

Die Besatzung der COYAH und Strafverfolgungsbeamte Gambias. Foto: Pilar Malo/Sea Shepherd
 





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