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Mögliche neue Schnabelwal-Art, Credit Elizabeth Henderson Sea Shepherd

Im Rahmen von Sea Shepherds Forschungseinsatz wurde möglicherweise eine bisher unbekannte Walart in den Gewässern nördlich der Islas San Benito entdeckt.


Ensenada, Mexiko – 8. Dezember 2020: Am Morgen des 17. Novembers beobachteten Wissenschaftler an Bord des Sea-Shepherd-Schiffs MARTIN SHEEN drei Schnabelwale in nahem Gewässer.

Die Expedition unter der Leitung der renommierten Schnabelwalforscher Dr. Gustavo Cárdenas Hinojosa (Nationale Kommission für Naturschutzgebiete, Meeressäuger-Forschung), Dr. Jay Barlow und Dr. Elizabeth Henderson, Leiter des Whale Acoustic Reconnaissance Program des NIWC PAC in Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung von Sea Shepherd, hatte das Ziel, eine Schnabelwalart zu untersuchen, die die Ursache für ein bisher nicht identifiziertes akustisches Signal sein könnte, das zuvor in diesem Gebiet aufgezeichnet wurde.

Eine wahrscheinlich neue Schnabelwalart. Foto: Simon Ager / Sea Shepherd

Wissenschaftler und die Sea-Shepherd-Crew machten Fotos und Videoaufnahmen von den Tieren und setzten ein spezielles Unterwassermikrofon ein, um die akustischen Signale der Wale aufzuzeichnen. Die Schnabelwalexperten, die auf ihrem Gebiet führend sind, sind „äußerst zuversichtlich“, dass die fotografischen und akustischen Beweise die Anwesenheit einer völlig neuen Walart zeigen. Umweltgenetische Proben, die zum Zeitpunkt der Sichtung entnommen wurden, werden derzeit analysiert und sollen die Existenz dieser neuen Art endgültig beweisen.

„Wir haben etwas Neues gesehen. Etwas, mit dem wir in diesem Gebiet nicht gerechnet haben. Etwas, das weder vom Aussehen noch der Akustik mit irgendetwas übereinstimmt, von dem bekannt ist, dass es existiert“, sagte Dr. Jay Barlow. „Mir läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, dass wir etwas geschafft haben könnten, was die meisten Leute für absolut unmöglich halten würden – ein großes Säugetier zu finden, das auf dieser Erde existiert und der Wissenschaft völlig unbekannt ist.“

Die MARTIN SHEEN auf der Suche nach Schnabelwalen. Foto: Simon Ager / Sea Shepherd

Wie alle Wale senden Schnabelwale unter Wasser eindeutige akustische Ortungssignale. Diese Signale sind für jede Art einzigartig und helfen den verschiedenen Arten von Schnabelwalen, die sich in einem Gebiet befinden, sich zuverlässig zu identifizieren.

Im Jahr 2018 zeichneten Wissenschaftler ein unbekanntes akustisches Signal in den Gewässern nördlich der Islas San Benito auf. Das Signal, bekannt als BW43, war zuvor vor der Küste Kaliforniens entdeckt worden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich dabei um das akustische Signal des Perrin-Schnabelwals handeln könnte.

Der Perrin-Schnabelwal ist eine von 23 bekannten Arten von Schnabelwalen, die in den Ozeanen rund um die Welt vorkommen. Es gibt keine bestätigten Live-Sichtungen von Perrin-Schnabelwalen, sowohl die Populationsgröße wie auch die geografische Verbreitung sind unbekannt.


Credit Elizabeth Henderson Sea Shepherd

Das auf dieser Expedition dokumentierte Tier ist ein Schnabelwal, aber es handelt sich weder um den Perrin-Schnabelwal noch eine andere bekannte Art. Das akustische Signal, das von der unbekannten Art ausgesendet wird, ist weder BW43 noch ein anderes wissenschaftlich bekanntes Geräusch. Erste Analysen deuten darauf hin, dass die physischen Merkmale der gesichteten Wale weder dem Perrin-Schnabelwal noch einer anderen bekannten Art von Schnabelwal entsprechen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die auf dieser Expedition beobachteten Tiere einer neu identifizierten Art angehören.

Sea Shepherd ist der festen Überzeugung, dass die wissenschaftliche Forschung eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung wirksamer Schutzmaßnahmen spielt. Um etwas richtig zu schützen, muss man es lieben; und man kann nicht lieben, was man nicht kennt. Die Entdeckung einer neuen Schnabelwalart beweist, wie viele Geheimnisse es noch in den Ozeanen zu entdecken gibt, für deren Schutz unsere Kapitäne, Besatzungen und Forschungspartner kämpfen
Peter Hammarstedt, Sea Shepherd Director of Campaigns


Die Crew sucht bis Sonnenuntergang nach den Perrins-Schnabelwalen. Foto: Simon Ager / Sea Shepherd





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