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Totoaba Wilderer

Sea-Shepherd-Patrouillenboote im Golftümmler-Schutzgebiet angegriffen. Zwei Angreifer wurden von Sea Shepherd und Mitarbeitern mexikanischer Behörden gerettet, als deren Boot während einer aggressiven Attacke mit der FARLEY MOWAT kollidierte.

 

SAN FELIPE, Mexiko – 1. Jan. 2021 – Am Morgen des 31. Dezember gegen 7 Uhr startete eine Gruppe von Wilderern in 5–7 Fischerbooten einen gewaltsamen Angriff auf die Sea-Shepherd-Patrouillenboote FARLEY MOWAT und SHARPIE in der Null-Toleranz-Zone des Golftümmler-Schutzgebiets.

Der Vorfall ereignete sich, als die Besatzung der FARLEY MOWAT versuchte, ein illegales Stellnetz einzuholen. Während die Besatzung bemüht war, das Netz zu bergen, näherten sich Wilderer in mehreren Fischerbooten (Pangas) aggressiv der FARLEY MOWAT und schleuderten Bleigewichte und Molotow-Cocktails auf die Besatzung und die Militärbeamten an Bord.

Die Crew der FARLEY MOWAT leitete reguläre Anti-Piraterie-Maßnahmen ein und führte Manöver durch, um die Angriffe abzuwehren. Als die FARLEY MOWAT versuchte, sich dem Konflikt zu entziehen und die Zone zu verlassen, steuerte eines der Pangas direkt in den Kurs der FARLEY MOWAT und krachte dabei in ihren Rumpf. Der Vorfall wurde von der Überwachungskamera auf der Brücke der FARLEY MOWAT aufgezeichnet.



Das Panga zerbrach in zwei Teile und beide Insassen wurden ins Meer geschleudert. Die Besatzung und das Militär an Bord der SHARPIE, Sea Shepherds zweitem Patrouillenboot, das vor Ort im Einsatz ist, reagierten sofort und nahmen die beiden Männer an Bord. Sea Shepherds Schiffsärztin Corrine Perron leistete umgehend Erste Hilfe.

Ein Angreifer atmete nicht, als er an Bord der SHARPIE gebracht wurde. Die Schiffsärztin führte umgehend Reanimation-Maßnahmen durch und musste dabei auch den automatisierten externen Defibrillator einsetzen. Der zweite Angreifer hat vermutlich gebrochene Rippen. Zwei Sanitäter der mexikanischen Marine trafen am Ort des Geschehens ein und leisteten zusätzliche Notfallversorgung für die Männer. Noch während der medizinischen Versorgung der Verletzten enterten zwei weitere Angreifer illegal die SHARPIE, bedrohten die Besatzung und die mexikanischen Beamten an Bord und zertrümmerten die Kamera, die zur Dokumentation der ersten Notfallmaßnahmen verwendet wurde. Fischer in Pangas, die sich nach wie vor in der Nähe befanden, griffen die SHARPIE an, indem sie sie mit Gegenständen und Brandsätzen bewarfen und dadurch den Bug in Brand setzten. Die Besatzung der SHARPIE und die Beamten des Militärs konnten das Feuer löschen und auch die beiden Männer, die das Boot geentert hatten, von Bord vertreiben. Sea Shepherd brachte dann die beiden verletzten Männer zur weiteren medizinischen Behandlung auf zwei nahe gelegene Boote der Marine. Die Männer wurden anschließend auf dem Luftweg ins Krankenhaus gebracht.

Während die SHARPIE den Standort verließ, setzten die Pangas ihre Angriffe fort und warfen weitere Molotowcocktails auf das Boot, wodurch die bereits geborgene und auf dem Achterdeck gelagerte Fangausrüstung in Brand geriet. Die Besatzung und die Beamten des Militärs konnten auch dieses Feuer löschen. Weitere Angreifer, die sich an Land befanden, setzten zudem ein Fahrzeug von Sea Shepherd in Brand.

Der Vorfall wird nun von der mexikanischen Marine untersucht.

Dieser jüngste Anschlag ist der letzte in einer Reihe von zunehmend gewalttätigen Angriffen auf die Patrouillenboote von Sea Shepherd während des letzten Monats. Die Angreifer haben bereits Molotowcocktails, Messer, Hämmer, Leuchtraketen, mit Benzin gefüllte Flaschen und andere tödliche Geschosse auf die Boote und ihre Besatzungen geschleudert. Bis zum heutigen Vorfall gab es keine ernsthaften Verletzungen.

In der Vergangenheit wurde Sea Shepherd bereits mehrfach im Golftümmler-Schutzgebiet attackiert. Im März 2020 wurden die FARLEY MOWAT und die SHARPIE von mehreren Pangas belagert und große Steine, Bleigewichte und andere Wurfgeschosse auf die Boote geschleudert. Einen Monat zuvor wurde eines der Patrouillenboote beschossen. Bereits 2019 wurde die FARLEY MOWAT schon einmal illegal geentert und ihr Rumpf in Brand gesetzt.






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