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Montag, 14. Dezember 2020: In den frühen Morgenstunden des 12. Dezembers stellten bewaffnete Marinesoldaten zwei industrielle Schleppnetzschiffe, die mit ihren Fangnetzen im Wasser in die Gewässer von Benin (Westafrika) einfuhren.


Die Marinesoldaten Benins überraschten die Besatzungen der Schiffe TIANYU 9 und TIANYU 10, als sie von den Schlauchbooten, die zum Sea-Shepherd-Schiff BOB BARKER gehören, an Bord kletterten, das Kommando auf der Brücke übernahmen und beide Schleppnetzschiffe wegen unerlaubten Fischens in den Gewässern Benins festsetzten.

In den Nächten zuvor beobachteten die Marinesoldaten zusammen mit der Besatzung von Sea Shepherd mittels Radar auf der Brücke der BOB BARKER, wie sich die beiden Schleppnetzschiffe immer näher an die Grenze zwischen Benin und dem benachbarten Togo heranarbeiteten.

Die Fangschiffe TIANYU 9 und TIANYU 10. Foto: Tara Lambourne/Sea Shepherd.

Die Fangschiffe TIANYU 9 und TIANYU 10. Foto: Tara Lambourne/Sea Shepherd.
Das Überraschungsmoment war entscheidend für den Erfolg der Aktion. Indem wir die beiden Schiffe mehrere Tage lang beobachteten, lernten wir ihre genauen Arbeitsabläufe kennen und wussten, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie ihr Glück versuchen und in unseren Gewässern wildern würden. Und genau da haben wir unsere Falle zuschnappen lassen.
Navy Captain Maxime Ahoyo, Kommissar für maritime Angelegenheiten von Benin und Leiter der gemeinsamen Patrouillen auf See.

Marinesoldat während der Inspektion der TIANYU 9. Foto: Tara Lambourne/Sea Shepherd.Das Team entdeckte sofort, dass auf beiden Schiffen Kennungen aufgemalt waren, die nicht mit den Papieren übereinstimmten, die die Ermittler an Bord gefunden hatten. Die Fangschiffe benutzten Nummern, die bei einer früheren Registrierung in Benin verwendet wurden.

„Die Schleppnetzschiffe kamen in der Vergangenheit in den Gewässern Benins zum Einsatz. Sie waren mit dem Gebiet gut vertraut und kannten daher auch die Grenze.
Dass die Marine und die Besatzung der BOB BARKER jeden ihrer Schritte heimlich beobachten, damit haben sie wiederum nicht gerechnet“, sagte Julian McGale, Kapitän der BOB BARKER.

Erst vor sechs Wochen hat die Marine von Benin ein industrielles Schleppnetzschiff im Hafen von Cotonou festgesetzt, nachdem das Schiff zuvor wegen illegaler Fischerei in einer exklusiven Schutzzone erwischt wurde, die ausschließlich für einheimische Fischer vorgesehen ist.

Die FADA 18 wurde beim Fischen knapp außerhalb des Naturschutzgebiets Bouche du Roi entdeckt. Bouche du Roi ist voll von Mangroven und Lagunen, die für Fischbestände von entscheidender Bedeutung sind. Das Gebiet ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Mono, in dem fast zwei Millionen Menschen in Benin und Togo leben. Es ist besonders reich an biologischer Vielfalt, da es sich in einem Wildtierkorridor befindet, der von wandernden Thunfischen und Buckelwalen frequentiert wird.

Die Partnerschaft zwischen Sea Shepherd, Eco-Benin und der Regierung von Benin ist eine einmalige Chance, unsere Artenvielfalt zu retten, insbesondere Meerestiere, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten der Weltnaturschutzunion stehen. Es ist eine Chance, das UNESCO-Biosphärenreservat Mono zu erhalten und unsere Ökotourismus-Highlights in Benin auszuweiten.
Gautier Amoussou, Koordinator der nicht-staatlichen Organisation Eco-Benin.

Kontrolle der Fangnetze der TIANYU 9. Foto: Tara Lambourne/Sea Shepherd.

Im Jahr 2019 schloss sich die Regierung von Benin mit Sea Shepherd für OPERATION GUEGOU zusammen, um die Fischereikriminalität im Golf von Guinea gemeinsam mit der Besatzung von Sea Shepherd und Eco-Benin zu bekämpfen.

Benin war die vierte Regierung im Golf von Guinea, die eine Partnerschaft mit Sea Shepherd einging und die sich damit den wachsenden Bemühungen anschloss, die IUU-Fischerei in der Region durch gemeinsame Patrouillen auf See zu stoppen.

Die TIANYU 9 und TIANYU 10 werden von den Schlauchbooten der BOB BARKER zum Hafen eskortiert. Foto: Tara Lambourne/Sea Shepherd.

Seit 2016 arbeitet Sea Shepherd auch mit den Regierungen von Gabun, Liberia, São Tomé und Príncipe, Tansania, Namibia und Gambia zusammen, um die Fischereikriminalität zu bekämpfen, indem den afrikanischen Küsten- und Inselstaaten zivile Hochseepatrouillenboote zur Verfügung gestellt werden. Damit können die Behörden Fischereivorschriften und Naturschutzgesetze in ihren Hoheitsgewässern durchsetzen. Bisher haben die einzigartigen Partnerschaften zur Festsetzung von 62 Schiffen wegen illegaler Fischerei und anderer Fischereikriminalität geführt.






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