• Simple Item 1
  • Simple Item 9
  • 1
  • 2

Der Schweinswal. Foto: Georg Hoos / Sea ShepherdBALTIC SEA CAMPAIGN 2021: Wir sind zurück in der Ostsee!

Sea Shepherd Deutschland kehrt erneut in die Ostsee zurück, um für das Überleben der Schweinswale und vieler anderer bedrohter Meeresbewohner zu kämpfen.

Dank der Förderung durch die Deutsche Postcode Lotterie ist es uns möglich, gezielte Aktionen an Land und auf See durchzuführen: Mit der EMANUEL BRONNER werden wir Seegebiete von Flensburg bis Rügen patrouillieren, um illegale Fischereiaktivitäten oder Verstöße gegen bestehende Schutzgesetze zu dokumentieren und aktiv zu verhindern. Darüber hinaus werden wir mit der Bergung von alter Fischereiausrüstung sowie mit Reinigungsaktionen an den Stränden einen aktiven Beitrag leisten, die Todesfallen für Meerestiere zu dezimieren und die Belastung durch die enorme Verschmutzung zu verringern. Mit Hilfe unserer Arbeit werden wir die Öffentlichkeit über die Missstände in der Ostsee informieren und für den notwendigen Schutz sensibilisieren.

Denn was nur Wenigen bewusst sein dürfte: sie gehört zu den am stärksten bedrohten marinen Ökosystemen der Erde. Die biologische Vielfalt schwindet, Überfischung und Verschmutzung setzen dem Ökosystem zu. Eutrophierung – die Anreicherung von Nährstoffen in eigentlich nährstoffarmen Gewässern – sorgt für trübes Wasser, giftige Algenblüten, Sauerstoffmangel und Verlust der Artenvielfalt.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine besondere Rolle spielt dabei u.a. die Fischerei, vor allem die Folgen der Stellnetzfischerei. Stellnetzfischerei ist gerade in der Ostsee eine der häufigsten Methoden für den Fang von Dorschen, Heringen und Plattfischen. Doch die feinen Netze können auch von Seevögeln, Jungfischen und Meeressäugern wie dem Schweinswal unter Wasser kaum wahrgenommen werden, sie verfangen sich und ertrinken schließlich. Regelmäßig werden tote Schweinswale an den Küsten aufgefunden, an denen Verletzungen durch die Fischerei nachgewiesen werden können. Im Rahmen der BALTIC SEA CAMPAIGN patrouillieren wir mit unserem Boot EMANUEL BRONNER Seegebiete, um illegal ausgebrachte Netze aufzufinden und an entsprechende Behörden zu übergeben. Darüber hinaus dokumentieren wir die Folgen von Stellnetzfischerei und Verstöße gegen bestehende Schutzgesetze, wie beispielsweise das Rückwurfverbot.

Captain Igor

Die Schweinswal-Population hat nur eine reelle Chance, sich zu erholen, wenn wir ihr Zeit verschaffen. Dafür ist es dringend nötig, Stellnetze als ihre größte Bedrohung zu mindern, gar zu eliminieren, denn die Netze sind als Fanggerät auch in Meeresschutzgebieten erlaubt
Florian Stadler, Kampagnenleiter der BALTIC SEA CAMPAIGN 2021

Mit der BALTIC SEA CAMPAIGN leisten wir zudem einen aktiven Beitrag zur Verringerung der Meeresverschmutzung. Weltweit treiben Millionen alte Fischernetze durch die Meere, allein in der Ostsee gehen jedes Jahr bis zu 10.000 Netzteile verloren. Dabei dauert es Jahrhunderte, bis sich das Material schließlich zu Mikroplastik zersetzt. So lange sind die Netze für zahllose Meeresbewohner tödlich. Ein zentrales Ziel der BALTIC SEA CAMPAIGN ist daher die Bergung von Geisternetzen. Mit Hilfe eines Unterwasserroboters und speziell geschulten Tauchern werden wir die Netze zuerst lokalisieren und für die Freistellung vorbereiten. Die geborgenen Netze werden anschließend ordnungsgemäß entsorgt oder wenn möglich, umweltfreundlich gereinigt und recycelt. An Land werden unsere Teams, neben den Einsatzgebieten entlang der Ostseeküste, deutschlandweite Reinigungsaktionen durchführen und einen aktiven Beitrag leisten, die Ufergebiete zu säubern.

„Die Ostsee liegt direkt vor unserer Haustür und daher haben wir eine besondere Verantwortung für den Schutz dieses fragilen Ökosystems. Klimawandel, Umweltgifte, Plastik, Lärm und Fischerei bedrohen Flora und Fauna und zerstören systematisch essenzielle Lebensräume, deren Wichtigkeit noch immer massiv unterschätzt wird. Wir brauchen keinen Flickenteppich aus Schutzgebieten, die immer noch befischt werden dürfen, sondern weitläufige No-Take-Zones, Schutzgebiete, die über die Migrationsrouten ihrer Bewohner vernetzt sind und ihren Namen auch verdienen. Wir brauchen eine lückenlose Kontrolle der Fischerei und müssen Aktivitäten wie die illegale Entsorgung von Beifang auf See bekämpfen. Nur so können wir retten, was noch zu retten ist.“ Florian Stadler, Kampagnenleiter der BALTIC SEA CAMPAIGN 2021






News / Kommentare

  • Schützt unsere Haie
  • Erinnerungen an meine wunderbare Zeit im Exil
  • Sea Shepherd nimmt Kurs auf 2021
  • Willkommen auf dem kleinen Horrorschiff

Event-Vorschau

Österreich News

  •   +

      Der (un)endliche Ozean - Die fortscheitende Ausbeutung und ihre Read More
  •   +

      News von den Frontlinien der Meere - das Video Read More
  •   +

      ACHTUNG, wir haben ein NEUES SPENDENKONTO! Read More
  • 1
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.