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Peruanisches SchleppnetzschiffDienstag, 6. Juli 2021: Peruanische Küstenwache und Umweltstaatsanwälte gehen gemeinsam mit Sea Shepherd gegen eine Vielzahl von Verstößen auf See vor. Alle Bilder stammen von Sea Shepherd.

Lima, Peru – Während einer Serie von gemeinsamen Operationen unter der Leitung der peruanischen Regierung haben auf Umweltschutz spezialisierte Staatsanwälte an Bord des Sea-Shepherd-Schiffs OCEAN WARRIOR mehrere Boote, die illegal in peruanischen Gewässern fischten, lokalisiert und festgesetzt.


Ocean Warrior im Einsatz

Im Oktober 2020 schlossen die Sea Shepherd Conservation Society mit Sitz in den USA und Sea Shepherd Legal ein offizielles Abkommen mit der peruanischen Umweltstaatsanwaltschaft FEMA. Die Partnerschaft unterstützt die Bemühungen der peruanischen Regierung dabei, ihre Hoheitsgewässer zu überwachen, indem sie Beamten Zutritt zu einem zivilen Hochseepatrouillenschiff gewährt. An Bord befinden sich auch Umweltstaatsanwälte, welche durch die strafrechtliche und politische Beratung durch Sea Shepherd Legal unterstützt werden.

Umweltstaatsanwälte bei der Beobachtung

Am 16. und 17. Juni dieses Jahres wurde ein kleines peruanisches Schleppnetzschiff mit dem Namen DON SANTOS dabei beobachtet, wie es innerhalb der 5-Seemeilen-Küstenschutzzone vor Tumbes fischte. Jede unautorisierte Fischerei ist in diesem Bereich verboten. Die Küstenwache ging auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft an Bord des Schiffes. Diese hat zuvor das Eindringen der DON SANTOS über das Radar auf der Brücke der OCEAN WARRIOR entdeckt.

Die Inspektion zeigte, dass das Satelliten-Überwachungssystem des Schiffes, mit dem Schiffsbewegungen verfolgt werden können, seit 2018 nicht mehr in Betrieb war. Darüber hinaus hatte das Schiff vor dem Entern wohl seinen Fang über Bord geworfen, in einem Versuch Beweismittel zu vernichten.

Staatsanwälte gehen an Bord

Der DON SANTOS wurden Geldstrafen auferlegt, weil sie ohne funktionierendes Satelliten-Überwachungssystem in Betrieb war, innerhalb der Schutzzone gefischt und Beweismittel zerstört hatte. Dem Schiff ist es verboten, das Fischen wiederaufzunehmen, bis diese drei Strafen gezahlt sind.

Die Mission hat auch aufgedeckt, dass zwei weitere peruanische Schleppnetzschiffe mit den Namen MI PASTOR und SEÑOR CAUTIVO ohne Satelliten-Überwachungssystem fischten. Die MI PASTOR hatte zudem keine gültige Fanglizenz für Tumbes. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft ging die Küstenwache an Bord der MI PASTOR und der SEÑOR CAUTIVO und brachten sie anschließend zurück in den Hafen, um sie festzusetzen.

Illegale Fischerei
Anfang Juni wurden drei einheimische Boote beim illegalen Fischen von Jakobsmuscheln innerhalb der 2-Seemeilen-Küstenschutzzone vor Lobos de Tierra beobachtet. Dabei nutzten sie auch Harpunen, um Tintenfische zu wildern. Für das Strafverfahren verwenden die Umweltstaatsanwälte fotografische Beweise, welche von der Drohne der OCEAN WARRIOR aufgenommen wurden.

Illegale Fischer

„Illegale Fischerei ist nur möglich, weil die Ozeane für Strafverfolgungsbehörden oftmals aus den Augen und aus dem Sinn sind. Darum ist Sea Shepherd stolz darauf, die Leitung von FEMA bei dieser Regierungsinitiative dabei zu unterstützen, die Aufmerksamkeit auf das Wasser zu lenken. Dafür werden Staatsanwälte zu den Tatorten gebracht, wo Perus einzigartige marine Lebensräume in der größten Gefahr sind“, sagte Peter Hammarstedt, Sea Shepherd Director of Campaigns.

Perus Gewässer sind die Heimat für eine Fülle von Meeresbewohnern, darunter über 30 Arten von Walen und Delfinen, mehr als 60 Haiarten und der größten Sardellenpopulation der Erde. Einige der Haiarten, welche in Peru gefunden werden können, sind vom Aussterben bedroht.

Innerhalb der Schutzzone gefischt

Die Sea Shepherd Conservation Society stellt ein ziviles Hochseepatrouillenschiff zur Verfügung, um die Umweltstaatsanwälte bei der Beobachtung von gefährdeten oder wandernden Arten zu unterstützen und das Gebiet auf Bedrohungen der Biodiversität zu überwachen. Darüber hinaus unterstützt Sea Shepherd Legal die Staatsanwälte und andere Beamte dabei, nationales und internationales Recht zur Anwendung zu bringen und sicherzustellen, dass potentielle Lücken in Gesetzen identifiziert und geschlossen werden.

OCEAN WARRIOR

Die OCEAN WARRIOR liefert den Umweltstaatsanwälten eine Plattform, um Daten über das Ausmaß der illegalen Fischereiaktivitäten in den Gewässern von Peru zu erhalten. Dadurch kommt der lange Arm des Gesetzes auch auf See zum Einsatz. Dieser ersten erfolgreichen Mission sind drei Schleppnetzschiffe und drei heimische Fischereiboote ins Netz gegangen. Das zeigt, warum es für die FEMA unerlässlich ist, dass ihre Staatsanwälte auf See arbeiten, und beweist, was durch innovative Kollaborationen mit zivilen Organisationen, wie Sea Shepherd, möglich ist.
Sagt Dr. Flor de María Vega Zapata, Leitende Oberstaatsanwältin der FEMA











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